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Ein Kind spielt mit einem Ziegelstein.

Programme für Schulen und Kitas

Selbst einen Ziegel herstellen, Essen zubereiten auf einer "Kochmaschine", Geschichten vom Leben der Ziegler hören. Das sind nur einige Bausteine unserer Programme für Schulklassen und Kitagruppen. Eins haben alle gemeinsam: Statt staubtrockenem Lernen steht bei uns das Erleben im Vordergrund.

Fühlen und Wohlfühlen

Alter: 1 bis 3 Jahre mit Eltern/Erzieher*innen

Dauer: 1,5 Stunden

Teilnehmerzahl: max. 20 (inkl. Erwachsene)

Kosten: 40 Euro plus 5 Euro Material plus Eintritt für Erwachsene
 

Die Kinder erleben spielerisch die Unterschiede zwischen verschiedenen Materialien wie Wasser, Stroh, Steinen und Lehm. Gemeinsam mit ihren Eltern können sie Tonkugeln formen.

Die Erwachsenen stellen anschließend einen kleinen Dachziegel her, in den die Kinder ihren Fuß oder ihre Hand drücken dürfen. Die Ziegel werden anschließend im Museum gebrannt.

Kompetenzbereiche: Das Programm fördert die Wahrnehmungsfähigkeit und motorische Fähigkeiten.

Kita-Vorschulprogramm

Alter: 5-6 Jahre

Dauer: 4 Stunden inkl. ½stündiger Pause

Teilnehmerzahl: max. 15

Kosten: 80 Euro

Die Kinder erforschen die Alltagswelt der lippischen Kinder vor 100 Jahren.

In unserem alten Bauernhaus begeben wir uns auf die Spuren der Kinder und entdecken, wie die Kinder gelebt und womit sie gespielt haben.

In der Ausstellung finden wir historische Murmeln, überlegen, was man damit spielen kann und probieren einige Murmelspiele aus. Kleine Ziegelsteine laden uns zudem zum Bauen ein.

In der anschließenden Picknickpause können sich die Kinder stärken und auf unserem Spielplatz und der Wiese, bei schlechtem Wetter an unseren Kinderstationen in der Ausstellung ausgiebig spielen.

Danach werden wir mit den Kindern kreativ und töpfern eigene Murmeln und Murmelhöhlen sowie einen Wurfstein für das Murmelboccia.

Die getöpferten Gegenstände bleiben in der Ziegelei und werden getrocknet und gebrannt.

Nach einer Abschlussrunde mit einem Gruppenfoto verabschieden wir uns von Ihnen und schicken Sie auf den Rückweg – z.B. beim Mobilitätstraining mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Lichtkunst-Workshop

Alter: 4 - 6 Jahre

Dauer: 2 Stunde

Teilnehmerzahl: max. 15 und zwei Begleitpersonen

Kosten: 60 Euro

Mit Taschenlampen oder LED-Lämpchen basteln die Kinder im Workshop zunächst eigene „Lichtpinsel“. Zum Fotografieren stehen Tablets mit kindgerechten Foto-Apps zur Verfügung. Damit erkunden die Kinder das Museum und wählen Ort und Objekt für ihre Lichtgemälde. Je nach räumlichen Möglichkeiten und Lichtverhältnissen kann die Umsetzung direkt vor Ort oder auch in eigenen kleinen Ateliers stattfinden. Vorstellbar sind Einzel- wie auch Kleingruppenarbeiten. Im Vordergrund steht nicht das Ergebnis, sondern der Prozess der eigenständigen Aneignung. Die kleinen Lichtgemälde können auf einen mitgebrachten USB-Stick geladen und mitgenommen werden.

Lerninhalte: Handlungsorientierte Vermittlung von Medienerfahrung, zielgruppengerechte, zweckmäßige Nutzung von digitalen Werkzeugen in einem kreativen Gestaltungsprozess, selbstbestimmtes und spielerisches Erproben und Verwirklichen eigener Ideen mit verschiedenen Materialien, niedrigschwellige Erfahrungen mit physikalischen Phänomenen der Optik.

Abenteuer mit Zieglermeister Lehmann

Klassen: 1 bis 4

Dauer: 1,5 bis 2 Stunden

Teilnehmerzahl: maximal 25

Kosten: 45 Euro, 2 Begleitpersonen frei

Ziegelproduktion in vor-industrieller Zeit – da mussten sich die Arbeiter noch die Hände schmutzig machen. Ausgerüstet mit einer Schürze und einer selbst gebastelten Zieglermütze, schlüpfen die Kinder in die Rolle eines Zieglers. Ziegelmeister Lehmann weiht sie in die Geheimnisse der Handstrichziegelei ein und stellt ihnen das Rohmaterial und die Arbeitsabläufe vor. Jedes Kind stellt seinen eigenen Ziegel her, der später in der Ziegelei gebrannt und danach  abgeholt werden kann. Die Kinder sollten dem Wetter angepasste Kleidung tragen, die schmutzig werden darf. Es empfiehlt sich, Ersatzkleidung und ein Handtuch mitzubringen.

Lerninhalte: Erlebnis- und problemorientiertes Handeln, Umgang mit authentischem Material, Teamwork, Erkennen von Abläufen in der Arbeitswelt

Feierabendziegel

Klassen: 1 bis 4

Dauer: 1 Stunde

Teilnehmerzahl: maximal 25

Kosten: 40 Euro plus 5 Euro Material plus Eintritt, 2 Begleitpersonen frei

Auf den Dächern alter Häuser befinden sich manchmal noch Ziegel mit geheimnisvollen Zeichen, Jahreszahlen oder Sinnsprüchen. Die Kinder suchen in der Ausstellung nach derartigen Ziegeln und ergründen die Botschaften auf diesen „Feierabendziegeln“. Anschließend dürfen sie selbst einen solchen Dachziegel herstellen.

Lerninhalte: Schüler- und handlungsorientiertes Erkunden des Museums, Förderung der Wahrnehmungs- und Orientierungsfähigkeit sowie motorischer und kreativer Fertigkeiten

Im Takt der Maschinen

Klasse: 3 bis 4

Dauer: 1,5–2 Stunden

Teilnehmerzahl: maximal 25

Kosten: 45 Euro, 2 Begleitpersonen frei

Mit der Industrialisierung und der Massenproduktion von Ziegelsteinen änderten sich viele Abläufe auf der Ziegelei. In Kleingruppen erkunden die Kinder, wie Muldenkipper, Förderbänder, Strangpresse und Ringofen funktionierten und stellen ihre Ergebnisse auf einem gemeinsamen Weg durch die Maschinenziegelei vor. An verschiedenen Modellen können sie die Arbeitswelt der Ziegler spielerisch erproben. Im Maschinenhaus setzen sie eine Transmissionsanlage in Gang. Am Kollergang müssen alle Kräfte eingesetzt werden, um mit den schweren eisernen Rädern die Lehmklumpen zu zermahlen. Am Ende gilt es, das Modell des Ringofens in Betrieb zu nehmen.
 
Lerninhalte: Schüler- und handlungsorientiertes Erkunden der Maschinenziegelei, handlungsorientiertes Erkennen der Mechanismen der Maschinen an Experimentierstationen, aufmerksames Zuhören, Gruppenarbeit

Essen wie Ziegelmeister Lehmann

Klassen: 3 bis 4

Variante Kartoffel:

Dauer: zirka 2 Stunden

Teilnehmerzahl: maximal 25

Kosten: 45 Euro plus 0,50 Euro Material pro Kind, 2 Begleitpersonen frei


Variante Marmelade:

Dauer: zirka 3 Stunden

Teilnehmerzahl: maximal 25

Kosten: 60 Euro plus 1,50 Euro Material pro Kind, 2 Begleitpersonen frei

Nudeln und Pizza – das sind vielleicht die Lieblingsgerichte von heute. Aber was aßen die Ziegler, die in der Fremde auf Ziegelei gingen, und ihre Familien zuhause? Das gilt es zu erkunden und auszuprobieren. Erste Aufgabe ist es, die Kochmaschine in Gang zu bringen, um Pellkartoffeln oder Marmelade zu kochen. Ausgerüstet mit Fragebögen finden die Kinder heraus, was damals auf dem Speiseplan stand. Beim Essen der Pellkartoffel oder Marmelade auf Brot besprechen sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen früher und heute.

Lerninhalte: Schüler- und handlungsorientiertes Erkunden der Ausstellung, Gruppenarbeit, Reflexion der Gruppenarbeit, Vergleich historischer und aktueller Lebenswelten.

Lichtkunst-Workshop

Alter: 7 - 10 Jahre

Dauer: 2 Stunde

Teilnehmerzahl: max. 15 und zwei Begleitpersonen

Kosten: 60 Euro

 

Mit dem Lichtpinsel durchs Industriemuseum

Im Industriemuseum gibt es spannende Orte und Objekte zu entdecken. Ausgestattet mit Tablet oder Digitalkamera und besonderen Lichtpinseln gehen die Kinder auf Motivsuche. Taschenlampen und ungewöhnliche Materialen wie Strohhalme, Plexiglas oder glitzernden Schnüre kommen im Workshop zum Einsatz. Im Mittelpunkt des Angebots für die Klassen 1 bis 4 stehen neben dem kreativen Arbeiten vor allem das Experimentieren mit der Belichtungszeit und das Erforschen der physikalischen Hintergründe des Light Painting. Die kleinen Lichtgemälde können auf einen mitgebrachten USB-Stick geladen und mitgenommen werden.

Lerninhalte: selbstentdeckendes Forschen mit Fotografieren, Technik und Belichtungszeit (Sachunterricht), Förderung von lösungsorientiertem Handeln durch Experimente mit Lichtquellen und Materialien, Entwicklung von Digital- und Medienkompetenz, kreativer Umgang mit Materialien, zielgerichtetes Gestalten und Präsentieren in Anlehnung an den Kunstunterricht .

Essen wie Ziegelmeister Lehmann

Klassen: 5 bis 6

Variante Kartoffel:

Dauer: circa 2 Stunden

Teilnehmerzahl: maximal 25

Kosten: 45 Euro plus 0,50 Euro Material pro Kind, 2 Begleitpersonen frei


Variante Marmelade:

Dauer: circa 3 Stunden

Teilnehmerzahl: maximal 25

Kosten: 60 Euro plus 1,50 Euro Material pro Kind, 2 Begleitpersonen frei

Nudeln und Pizza – das sind vielleicht die Lieblingsgerichte von heute. Aber was aßen die Ziegler, die in der Fremde auf Ziegelei gingen, und ihre Familien zuhause? Das gilt es zu erkunden und auszuprobieren. Erste Aufgabe ist es, die Kochmaschine in Gang zu bringen, um Pellkartoffeln oder Marmelade zu kochen. Ausgerüstet mit Fragebögen finden die Kinder heraus, was damals auf dem Speiseplan stand. Beim Essen der Pellkartoffel oder Marmelade auf Brot besprechen sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen früher und heute.

Lerninhalte: Schüler- und handlungsorientiertes Erkunden der Ausstellung, Gruppenarbeit, Reflexion der Gruppenarbeit, Vergleich historischer und aktueller Lebenswelten.

Zeitreise ins Zieglerleben

Klassen: 5 bis 6

Dauer: 1,5–2 Stunden

Teilnehmerzahl: maximal 25

Kosten: 45 Euro, 2 Begleitpersonen frei

Im Zeitreisezug beginnt die Fahrt zurück ins Jahr 1920. Kaum in die Zieglerjacken geschlüpft, stecken die Kinder schon tief in ihren Rollen. In Kleingruppen erkunden sie die Lebensbedingungen der Wanderziegler. Nach Anwerbung und Anreise werden sie selbst aktiv: Sie heizen die Kochmaschine an, stopfen Jutesäcke mit Stroh und waschen auf dem Waschbrett. Dabei entdecken die kleinen Zieglerinnen und Ziegler „auf Kampagne“, was es bedeutete, vor hundert Jahren zu leben und zu arbeiten.

Lerninhalte: Rollenspiel, schüler- und handlungsorientiertes Erkunden der Ausstellung mit authentischen Materialien, Übertragen des Erlernten auf authentisches Material, Gruppenarbeit, Reflexion der Gruppenarbeit

Von der Hand- zur Maschinenarbeit

Klassen: 8 bis 10

Dauer: zirka 2 Stunden

Teilnehmerzahl: maximal 25

Kosten: 45 Euro, 2 Begleitpersonen frei

In Gruppen erkunden die Schülerinnen und Schüler die Arbeitsplätze in der Ziegelei. Sie durchlaufen allen Stationen auf dem Weg vom Lehm zum Ziegel: Lehmgewinnung und -verarbeitung, Energieerzeugung, Brand der Ziegel sowie Lebensbedingungen der Arbeiter.

Die Jugendlichen untersuchen die konkreten Arbeitsabläufe, die Arbeitsbelastungen und die Veränderungen durch die Mechanisierung und Beschleunigung der Arbeit. Zeitzeugenberichte von ehemaligen Beschäftigten der Ziegelei Beermann machen den Arbeitsalltag anschaulich.

Die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse zum Abschluss den Klassenkameraden.

Lerninhalte: Vergleich historischer und aktueller Arbeitsrealitäten, handwerklicher und industrieller Herstellungsverfahren, Reflexion der Gruppenarbeit, Nutzen verschiedener Informationsquellen und Wiedergabe der Information in sachgerechter Sprache

Information und Anmeldung unter Tel. 05232 9490-0 oder über das Anmeldeformular.

Lichtkunst-Workshop

Alter: 11 - 16 Jahre

Dauer: 2 Stunde

Teilnehmerzahl: max. 15 und zwei Begleitpersonen

Kosten: 60 Euro

 

Die digitale Lichtsafari

Hohe Schornsteine, wuchtige Maschinen, kleine Alltagsgegenstände – das Industriemuseum bewahrt vielseitige Objekte aus der Industrie- und Alltagsgeschichte. Im Workshop können junge Menschen zwischen 13 und 16 Jahren diese Zeugnisse der Vergangenheit in ein neues Licht rücken. Mit selbst gestalteten Lichtpinseln, sowie Tablets oder Digitalkameras experimentieren die Jugendlichen vor Ort mit der Funktion der Langzeitbelichtung und visualisieren mit speziellen Lichteffekten ihre eigenen Ideen. Die Medienkunstwerke können auf einen mitgebrachten USB-Stick geladen und mitgenommen werden.

Lerninhalte: Fächerübergreifende Verbindung von Kunst und Physik für die Jahrgangsstufen 7 bis 10, Erprobung von Bildgestaltung und Entwicklung von Bildkonzepten, Aktion und Interaktion mit Objekten, Gestaltung und Bewertung von Bildern als Möglichkeit der kritischen Auseinandersetzung und Visualisierung von Einstellungen und Empfindungen, Visualisierung eigener Positionen, Anwendung von optischen Prinzipien zur künstlerischen Darstellung, Förderung der Medien- und Kulturkompetenz

Information und Buchung

Der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren sowie Schüler*innen ist frei. Gruppen benötigen mindestens 2 Begleitpersonen (Eintritt frei).

Informationen und Buchungen unter Tel. 05232 9490-0 oder über unser Anmeldeformular.

LWL-Mobilitätsfond

Unter dem Motto "Wir bewegen Kinder und Jugendliche" hat der LWL einen Mobilitätsfonds ins Leben gerufen. Er ermöglicht Schulen, Kitas und Kindergärten, die im Verbandsgebiet ansässig sind, die Erstattung der Fahrtkosten zu einem LWL-Museum. Ein Antrag muss im Vorfeld gestellt werden.